Zur Speck- und Walleralm Ursprungpaß, Wildbichlpaß, Tatzelwurm und Sudelfeld
Ausgangspunkt für diese durchaus als schwer zu bezeichnende Tour durch die Bayerischen Alpen ist der Schlierseer Ortsteil Fischhausen, an der Südspitze des Schliersees. Der lange und mitunter auch steile Anstieg von Brannenburg hinauf zur Speck- bzw. Walleralm rechtfertigt sogar die Einstufung als Hochgebirgs-Etappe. Zunächst geht es jedoch gemächlich auf der B 307 in Richtung Bayerischzell. In Höhe des Ortes biegen wir rechts ab in das schöne Ursprungtal. Die Auffahrt zum Ursprungpaß, der auch die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Österreich markiert, wird uns vor keine Probleme stellen, ist doch nur ein Höhenunterschied von knapp 50 Metern zu überwinden. Nach einer fast zehn Kilometer langen Abfahrt folgt ein kurzer Stich hinauf zur Marblinger Höhe. Die anschließende Abfahrt durch mehrere Kehren eröffnet bereits schöne Blicke auf Kufstein und das Inntal. Unsere Route verläuft nun im Inntal in Richtung Niederndorf. Wir folgen noch ein kurzes Stück der Beschilderung Kössen/Walchsee, ehe es bei dem kleinen Weiler Sebi nach links hinauf zum Wildbichlpaß geht. Die Straße schlängelt sich kehrenreich erneut mit herrlicher Aussicht über das Inntal durch eine wunderbare Wiesenlandschaft nach oben. Bei einem Höhenunterschied von 230 Metern auf vier Kilometer Länge beträgt die durchschnittliche Steigung 5,8 %. Maximal werden kurz 9 % erreicht. Oben angelangt lädt nach Passage der Staatsgrenze zurück nach Deutschland ein schöner, rennradtauglicher Radweg entlang der Prien zum Genußradeln ein. Wer will, kann hier einen Abstecher in den bekannten Ort Sachrang machen. Über Aschau im Chiemgau und Frasdorf fahren wir nach Achenmühle und folgen schließlich der Beschilderung Samerberg/Nussdorf. Nun geht es etwa vier Kilometer lang wieder aufwärts zum Samerberg. Nach einem kurzen Gegenanstieg bringt uns eine rasante Abfahrt hinab in den kleinen Weiler Breiten. Wir fahren weiter nach Nußdorf und anschließend nach erneuter Querung des Inntales bis Brannenburg. Hier bietet es sich an nochmals zu verpflegen, denn von nun an geht es knapp 15,5 Kilometer nur noch bergauf. Man wird in Deutschland nur wenige ununterbrochene Anstiege mit dieser Länge und einem Höhenunterschied von fast 1000 Metern finden. Die durchschnittliche Steigung beträgt 6 %. In Brannenburg fährt man in Richtung Tatzelwurm/Bayerischzell. Die für PKW mautpflichtige Straße steigt bereits im ersten Drittel auf ruppige 18 % an. Nach der Passage eines einspurigen Felstunnels wird es allerdings spürbar flacher, so daß man die schöne Auffahrt durch schluchtartige Föhrenbachtal genießen kann. Beim Parkplatz Tatzelwurm - hier soll ein feuerspeiender Drache in der Schlucht gehaust haben - erreichen wir die Sudelfeld-Paßstraße, der wir zunächst auch kurz folgen müssen. Anschließend geht es jedoch links ab in Richtung Walleralm. Auch auf diesem Abschnitt gilt es längere Steilstücke zu überwinden, teilweise nochmals mit 18 % Maximalsteigung. Die Belohnung ist allerdings eine wunderschöne Alm-Landschaft inmitten des Skigebietes Sudelfeld. Die schmale Straße schlängelt sich kehrenreich nach oben. Von der Speck- bzw. Walleralm bietet sich eine herrliche Aussicht u.a. auf den Wendelstein. Eine Pause bietet sich geradezu an. Wir haben uns gemütlich eine Tasse Kaffee und ein Stück Erdbeerkuchen in der Speckalm schmecken lassen. Die folgende Abfahrt bringt uns über Grafenherberge (hier links abbiegen) zurück zur Sudelfeld-Paßstraße. Der Gegenanstieg zur Sudelfeld-Paßhöhe stellt uns allerdings nicht mehr vor allzugroße Probleme. Nach kurvenreicher Abfahrt erreichen wir bei Bayerischzell wieder unseren Hinweg und können weitgehend flach zurück nach Fischhausen radeln.
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