Nach Tiefenellern und über den Würgauer Berg
Diese Tour ist eine Variante meiner "klassischen" Tiefenellern-Runde, die um den Würgauer Berg erweitert wurde. Sie führt uns in den nördlichen Teil der Fränkischen Schweiz. Ein großer Teil der Strecke verläuft im Landkreis Bamberg. Von Wiesenthau geht es über Dietzhof und Leutenbach unterhalb des Walberla bis Kirchehrenbach. In Weilersbach beginnt die erste Steigung zur Retterner Kanzel. Auf der folgenden Abfahrt ist in den Orten Rettern und Kauernhofen in zwei engen Kurven etwas Vorsicht geboten. Über Eggolsheim und Buttenheim gelangen wir in welligem Gelände nach Seigendorf. Hier beginnt der moderate Anstieg nach Friesen. Das Terrain bleibt hügelig. Nachdem wir in Wernsdorf links in Richtung Leesten abgebogen sind, gelangen wir über Geisfeld nach Litzendorf. Hier müssen wir an der Kirche scharf nach rechts in Richtung Lohndorf und Tiefenellern abbiegen. Die Strecke verläuft nun im schönen Ellertal auf der Straße der Skulpturen. Nachdem Lohndorf durchquert wurde, erreichen wir Tiefenellern und damit den sportlichen Höhepunkt der Runde. Durch mehrere Kehren windet sich die Straße nach oben. Die Steigung bleibt aber angenehm moderat, so daß der Anstieg schnell bewältigt ist. Nur kurz werden maximal 8 % erreicht. Der Durchschnitt liegt bei 4,2 %. Leider locken die Kurven auch zahlreiche Motorrad-Fahrer an. Bis hierher ist die Route mit der Tiefenellern-Runde identisch. Wir biegen oben nun nicht nach rechts ab, in Richtung Laibarös, sondern nach links in Richtung Neudorf und Ludwag. In Ludwag beginnt die rasante Abfahrt durch das Talbrunnental. Wer will, kann zwei lohnenswerte Abstecher zur Wallfahrtskirche Gügel und zur Giechburg unternehmen. Der Abzweig nach links zum Gügel liegt vor Zeckendorf mitten in der Abfahrt durch das Talbrunnental. Die auf einem Felssporn stehende, aus einer ehemaligen Burgkapelle hervorgegangene Wallfahrtskirche ist im spätgotischen Stil erbaut. Vom Vorplatz hat man einen schönen Blick ins Land und zur Giechburg hinüber. Der Abzweig zur Giechburg befindet sich nach der Durchfahrt des Örtchens Zeckendorf. Es geht steil hinauf (teilweise 18 %). Die Giechburg, die zum Teil Ruine ist, war eine der schönsten Burganlagen in Franken. Auch von hier aus hat man eine einmalige Aussicht. Weiter geht es nach Scheßlitz. Hier bietet es sich an zu verpflegen, denn es folgt der Anstieg auf den Würgauer Berg. Ab Scheßlitz geht es immer leicht bergauf, der eigentliche Anstieg beginnt aber in Würgau. Bei 144 m Höhenunterschied und 3,4 Km Länge beträgt die durchschnittliche Steigung 4,2 %. Man kommt deshalb auch recht zügig voran. Über 6,5 % geht die Steigung nicht hinaus. Oben angekommen radeln wir über Hohenhäusling weiter in Richtung Königsfeld. Die Route verläuft in stetigem Auf und Ab auf einem Hochplateau. Kurz vor Hohenpölz treffen wir wieder auf die klassische Tiefenellern-Runde. Nach der Ortschaft beginnt die lange, ca. 9 Km lange Abfahrt nach Heiligenstadt. Wunderschön geht es auf verkehrsarmer Straße, zunächst durch den Wald und vorbei an einigen Felsen, dahin. Schöne Ausblicke bieten sich auf die hoch über Heiligenstadt gelegene Burg Greifenstein. In Heiligenstadt empfiehlt es sich auf den Radweg zu wechseln, der auf rund 11 Km Länge bis Ebermannstadt durchgehend asphaltiert ist. Etwas Vorsicht ist bei der zweimaligen Überquerung der Hauptstraße zwischen Unterleinleiter und Gasseldorf geboten. Bei schönem Wetter sind besonders am Sonntag nachmittag aber viele Spaziergänger und Skater auf dem Radweg unterwegs. Der sportlich ambitionierte Rennradler wird sich deshalb überlegen auf die (auch nur mäßig befahrene) Hauptstraße zu wechseln. Zwischen Gasseldorf und Ebermannstadt allerdings sollte auf jeden Fall der Radweg benutzt werden, da die parallel verlaufende B 470 äußerst stark frequentiert ist. Über Pretzfeld und erneut auf dem Radweg entlang der B 470 geht es zurück nach Wiesenthau. |
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