La Montée Jalabert (mit Causse de Sauveterre, Côte de Chabrits, Côte de la Croix Neuve/Montée Jalabert, Col de Montmirat)
Am 14. Juli 1995, dem französischen Nationalfeiertag, führte die 12. Etappe der Tour de France von St. Etiènne nach Mende in die Cevennen. Das Ziel lag oberhalb von Mende beim Flugplatz (Aérodrome), der Anstieg, der hinauf führt heißt Côte de la Croix-Neuve und ist wegen seiner Maximalsteigung von 15 % berüchtigt. Eine Spitzengruppe um den Franzosen Laurent Jalabert, der damals für die spanische ONCE-Mannschaft fuhr, erreichte den Anstieg vor dem Feld. Jaja, wie seine Fans Jalabert nennen, griff an und konnte die Etappe zur Freude seiner Landsleute am Nationalfeiertag gewinnen.
Im Jahre 2005, also zehn Jahre später, wurde der Anstieg in "Montée Jalabert" umbenannt und am Scheitelpunkt ein (Plastik-)Gedenkstein angebracht. Im selben Jahr war auch die Tour wieder in Mende zu Gast, das Ziel der Etappe war erneut am Aérodrome. Sieger war der Spanier Marcos Serrano von Liberty Seguros. Durch Jalaberts Sieg in Mende, ist die Côte de la Croix-Neuve zu den mythenhaften Anstiege des Radsports zu zählen. Auch wenn der Berg natürlich nicht den Status eines Mont Ventoux oder Galibier erreicht, gehört er zum radlerischen Pflicht-Programm der Cevennen und wurde von mir in die nachstehende Tour integriert. Vom Ausgangsort Bédouès (drei Kilometer nordöstlich von Florac) fahren wir hinab zur Nationalstraße 106. Am Kreisverkehr rechts weg und immer der Beschilderung "Gorges du Tarn" folgen. Nach wenigen Kilometern biegen wir links ab in die Schlucht. In toller Landschaft kann man es bis St. Enimie gemächlich angehen lassen und die Fahrt in der Tarn-Schlucht auskosten. St. Enimie ist gewissermaßen der Hauptort und das touristische Zentrum in der Schlucht. Hier geht es rechts weg in den schönen Anstieg hinauf zur Hochebene "Causse de Sauveterre". Immer wieder hat man schöne Tiefblicke in die Schlucht. Der Anstieg endet in dem kleinen Dörfchen Sauveterre. Weiter geht es in welligem Terrain auf der Hochebene, ehe uns eine kurvenreiche Abfahrt hinab in das Tal des Lot nach Balsièges bringt. Von hier zur verkehrsreichen N 88, der wir ca. 6,5 Kilometer westwärts bis Barjac folgen. Anschließend rechts weg und aufwärts in Richtung Chabrits. Den Anstieg "Côte de Chabrits" hatte auch das Peloton der Tour bei der Etappe, die im Jahr 2005 in Mende zu Ende ging zu bewältigen. Von Chabrits hinunter nach Mende. Dem Altstadtring "Bd. Henri Bourrillon" folgen. Rechts an der Kirche vorbei und dann rechts hinauf zum Aérodrome. Bald nach Verlassen des Ortes erreicht die Steigung die 10-%-Marke und wird auch nicht mehr darunter absinken. Maximal sind es 15 %, Unterwegs bietet sich ein schöner Blick auf Mende. Nach dreieinhalb Kilometern hat man es dann geschafft und ist am Denkmal für Jajas Etappensieg angelangt. Auf schmaler, kurvenreicher Straße mit schlechtem Belag (Vorsicht!) hinab nach Brénoux. Hier rechts abbiegen, weiter zur Nationalstraße N 106 und links aufwärts zum Col de Montmirat. Von hier in toller, kurvenreicher Abfahrt in Richtung Florac und zurück nach Bédouès.
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