Le Mont Ventoux (von Bédoin)
Die hier beschriebene Tour beinhaltet den Anstieg von Bédoin auf den Mont Ventoux. Neben den Ausgangsorten Sault und Malaucène die dritte Möglichkeit um auf den Gipfel zu gelangen. Diese Auffahrtsroute wurde von der Tour de France am weitaus häufigsten genutzt, wenn eine Etappe auf oder über den Ventoux führte. Vom Ausgangsort Mazan geht es auf bekannter Strecke in Richtung Bédoin. In der Ortsmitte der Beschilderung Mont Ventoux folgen und rechts abbiegen. Es geht zunächst noch etwa 5,5 Kilometer sanft bergan. Erst ab der Steilkurve von St. Estève (560 m ü. NN.), wo es in den Wald geht, kommt es knüppeldick. Auf den nächsten 9,5 Kilometern bis zum Chalet Reynard (1419 m ü. NN.) sinkt die Steigung nur selten, und wenn dann höchstens kurz, unter acht Prozent. Wegen des Waldes gibt es keine Aussicht. Die Straße verläuft meist kerzengerade nach oben, nur wenige Kehren gewähren etwas Abwechslung. So ist man schließlich froh das Chalet Reynard erreicht zu haben, wo man an einer Quelle die Trinkflaschen auffüllen kann. Nach dem Chalet Reynard folgen etwa zwei Kilometer mit Steigungsprozenten meist um die sechs Prozent. Die Bewaldung ist zu Ende und plötzlich ist man mitten in der berühmt-berüchtigten Geröllwüste. Wenn man Pech hat, bläst einem auch noch der Mistral kräftig ins Gesicht. Dazu kommt die Hitze, denn Schatten gibt es hier oben nicht. Die Steigung nimmt wieder zu. Zwei Kilometer vor dem Gipfel wird das Denkmal für Tom Simpson passiert. Es folgen noch einmal Rampen mit bis zwölf Prozent Steigung. Aber schließlich ist man oben und den kann herrlichen Rundumblick, der bei klarem Wetter bis zu den Alpen, Cevennen und zum Mittelmeer reicht genießen. Wenn auch jede Menge Trubel herrscht, ein phantastisches Erlebnis. Dann geht es hinein in eine herrliche Abfahrt nach Malaucène. Guter Belag, lange Geraden und - besonders im unteren Teil - weite Kehren lassen hohen Speed zu. Ab Malaucène gibt es noch etwas Kletterei, denn man muß noch über den Col de la Madeleine (448 m ü. NN.). Ab Bédoin geht es dann nur noch abwärts auf bekannter Strecke bis Mazan.
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