Le Mont Ventoux (von Sault)
Der Mont Ventoux: Von Sault aus geht es während dieser tollen Runde auf den Berg. Zum zweiten Mal nach 2005, war es mir möglich den "Géant de Provence" über diesen Anstieg zu beradeln. Vom Ausgangsort Roaix fahren wir zunächst nach Vaison-la-Romaine und weiter über Entrechaux und den kleinen Pas de Voltigeur in das Vallée de Toulourenc. Man hat schöne Ausblicke auf die unbekanntere, steile Nordflanke des Ventoux und in die Toulourenc-Schlucht. Ein Anstieg über knapp 300 Höhenmeter fordert die ersten Körner. Nach kurzer Abfahrt radeln wir ab St-Léger-du-Ventoux auf leicht ansteigender Trasse durch das schöne Tal. Kurz nach Reilhanette geht es rechts weg. Die Steigung wird stärker, ehe nach knapp sechs Kilometern das kleine Örtchen Aurel erreicht wird. Auf ebener Strecke können wir uns nun bis Sault (760 m. ü. NN.) etwas ausruhen. In Sault sollte man kurz verpflegen. Es geht noch einmal kurz bergab, dann zeigt uns ein Schild mit der Aufschrift "Col Mont Ventoux ouvert" den Beginn des Anstiegs an. Die Auffahrt von Sault ist die leichteste der drei Varianten, die man wählen kann, um auf den Ventoux zu gelangen. Der Höhenunterschied bis zum Gipfel beträgt 1152 Meter und ist auf 25,7 Kilometer verteilt, so daß die durchschnittliche Steigung 4,5 % beträgt. Der Anstieg ist zweigeteilt. Auf den 19 Kilometern bis zum Chalet Reynard auf 1420 m ü. NN. verläuft die Strecke ausschließlich im Wald. Die Steigung geht nur selten über sechs Prozent hinaus. Am Chalet Reynard trifft unsere Straße auf die Route, die von Bédoin hinaufführt und vereint sich mit dieser. Hier befindet sich auch eine Quelle, an der man - falls nötig - die Trinkflasche auffüllen kann. Ab dem Chalet Reynard sind es noch sechs Kilometer bis zum Gipfel. Nun beginnt sie, die berühmt-berüchtigte Geröllwüste. Man ist jetzt der Sonne ungeschützt ausgesetzt. Dazu kommt oft ein starker Wind, der meist von vorne weht. Und auch die Steigungsprozente gehen plötzlich nach oben. Mehrmals werden 12 % erreicht. Jetzt sieht man auch erstmals den Gipfel, mit seiner markanten Bebauung. Zwei Kilometer vor der Paßhöhe wird die Stelle passiert, an der Tom Simpson im Jahr 1967 während der Tour de France zusammengebrochen ist. Ein mit zahlreichen Fahrrad-Utensilien geschmückter Gedenkstein erinnert an diesen dunklen Tag der Tour. Nachdem der Aussichtspunkt "Col de Tempêtes" (Paß der Stürme) erreicht ist, ist es nicht mehr weit bis zur Paßhöhe. Von oben hat man einen herrlichen Rundumblick, der bei klarem Wetter bis zu den Alpen, den Cevennen und zum Mittelmeer reicht. Wenn auch jede Menge Trubel herrscht, ein phantastisches Erlebnis. Dann geht es hinein in eine herrliche Abfahrt nach Malaucène. Guter Belag, lange Geraden und - besonders im unteren Teil - weite Kehren lassen hohen Speed zu. Über Vaison-la-Romaine radeln wir anschließend zurück zum Ausgangspunkt.
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