Über den Passo di Teglia

Tourenlänge 61,5 Km gefahren am 17.06.2004

Auf dem Passo di Teglia

Höhenmeter 1488 m
Maximale Höhe 1387 m ü. NN. (Passo di Teglia)
Maximale Steigung 15 % am Passo di Teglia
Charakteristik Bergetappe
Kategorie
Straßenverkehr wenig befahrene Nebenstrecken
Streckenverlauf Taggia - Badalucco - Andagna - Passo di Teglia (1387 m ü. NN.) - San Bernardo di Conio - Colle d'Oggia - Carpasio - Montalto Ligure - Badalucco - Taggia
Links Höhenprofil Bilder (5)

Von einer Höhe, die knapp über Meereshöhe liegt geht es auf 1387 m ü. NN hinauf, in die einsame Bergwelt des Passo di Teglia. Die Auffahrt hat alpinen Charakter, ich habe die Runde deshalb auch der Kategorie "Königsetappe" zugeordnet. Gute Kondition und bergtaugliche Übersetzung sind unbedingt erforderlich.

Vom Ausgangspunkt Taggia fahren wir auf der SS 548 in das fruchtbare Argentina-Tal hinein. Bis auf eine Höhe von 500 m stehen hier die ertragreichen Taggiasca-Olivenbäume. Weiter oberhalb macht sich dichte Gebirgsmacchia breit und Buchen- und Kastanienwälder schließen sich an.

Es geht immer leicht bergan. Wir durchfahren Badalucco. Am Ortseingang spannt sich eine schmale Bogenbrücke über das Bett des Flüßchens Argentina, auf deren Stützpfeiler die kleine Kapelle Santa Lucia steht. Der kompakte Ortskern mit seinem mittelalterlichen Ambiente macht einen gepflegten Eindruck.

Landeinwärts wird das Argentina-Tal immer schmaler, halb verlassene Bergdörfer kleben an den Hängen der Seitentäler und die eindrucksvolle Bergkulisse rückt immer näher. Nach einer kurzen Abfahrt folgen wir der Beschilderung Andagna nach rechts und der Anstieg zum Passo di Teglia beginnt. Die Auffahrt ist 12,9 Kilometer lang und bei einem Höhenunterschied von 940 Metern durchschnittlich 7,2 % steil. Im ersten Teil bis Andagna geht es durch zahlreiche enge Kehren hinauf. Die Steigung liegt stetig zwischen 8 und 10 %, gelegentlich auch darüber. Ein Highlight für die "Bergziegen".

Auch nach der Passage von Andagna geht die Steigung nur in wenigen Passagen zurück. Auf einsamer, schmaler Straße fahren wir zunächst durch den Wald, später entlang von Wiesen bergauf. In kurzen Abschnitten erreicht die Steigung 14 bis 15 %. Es geht vorbei an der Wallfahrtskirche Santa Brigada. Dann schiebt sich der Hexenfels ins Bild, ein kahler Felsvorsprung, der abenteuerlich über dem Hang schwebt.

Weiter oben, auf ca. 1.000 m Höhe, tauchen plötzlich Erdterrassen mit verwilderten Lavendelfeldern auf. Hier in Rocca di Drego, haben Archäologen auch die Überreste eines Castellaro (frühgeschichtliche Fluchtburg) entdeckt.

Ganz oben am Passo di Teglia scheinen die Seealpen zum Greifen nahe: Deutlich erkennt man die Gipfel von Monte Saccarello, Monte Monega und Monte Ceppo. Wenn es überhaupt etwas zu bemängeln gibt, dann einzig das fehlende Paßschild.

An der Nordostseite schlängelt sich die schmale Paßstraße durch lichtes Waldgebiet hinunter. Nach ca. 4 Kilometern folgt man der Abzweigung nach Rechts in Richtung San Bernardo di Conio. Die Straße wird nun wieder breiter. Kurz vor dem Ort biegen wir nochmals rechts ab und es geht in einen zwei Kilometern langen Gegenanstieg auf den Colle d'Oggia. Nach Überfahrung des Passes geht es nur noch bergab. eine herrliche, kurvenreiche Abfahrt, teilweise mit etwas schlechtem Belag führt uns über Carpasio und Montalto Ligure zurück in das Argentina-Tal. Auf dem Hinweg fahren wir über Badalucco, immer leicht bergab zurück nach Taggia.