Nach Baiardo
Auch diese Tour führt von einer Höhe, die knapp über Meereshöhe liegt in Regionen über 1.000 m ü. NN. Der Anstieg über den Poggio di San Remo und den Ort Ceriana zum Passo Ghimbegna, der sich am Ortsanfang von Baiardo befindet, war im Jahr 2001 Bestandteil der 17. Etappe des Giro d'Italia. Diese Etappe ist durch die in der darauffolgenden Nacht von der italienischen Polizei in San Remo durchgeführte Doping-Razzia berühmt geworden. Zahlreiche Rennfahrer gerieten in das Visier der Fahnder. Von Taggia geht es zunächst über Arma di Taggia auf die Via Aurelia, der wir westwärts folgen. In Bussana biegen wir nach rechts ab und der lange Aufstieg beginnt. Zunächst geht es über den Hausberg San Remos, den Poggio di San Remo, der alljährlich im Rahmen des Frühjahrs-Klassikers Mailand - San Remo befahren wird (vgl. Tour 1). Vom Poggio di San Remo geht es bei mittlerer Steigung, die selten über 6 % hinausgeht, weiter nach Ceriana. Rechterhand bieten sich herrliche Ausblicke in das Armea-Tal. Ceriana, ein schön gelegenes Bergdorf, wird durchfahren, die Steigung läßt hier merklich nach, teilweise geht es sogar etwas bergab. Es folgt der zweite Teil des Aufstiegs. Vorbei an der Kirche Madonna della Villa windet sich die Straße kehrenreich nach oben. Wiederum hat man eine wunderbare Aussicht in das Armea-Tal. Wenig spektakulär ist allerdings die Paßhöhe des Passo Ghimbegna, die am Ortseingang von Baiardo liegt, und eigentlich nur eine Straßenkreuzung ist. Auch ein Paßschild fehlt. Wir müssen eigentlich nicht hinein nach Baiardo, sondern an der Kreuzung nach rechts abbiegen in Richtung Monte Ceppo. Jedoch sollte man noch 100 Meter weiterfahren. Hier befindet sich ein schöner Aussichtspunkt mit Blick auf Baiardo und die Bergwelt Liguriens. Baiardo liegt wunderschön auf einem Bergrücken und ist im Sommer für die Küstenbewohner ein beliebtes Ausflugsziel, wenn diese der Hitze am Meer entfliehen und den deutlich spürbaren Temperaturunterschied in 900 m Höhe genießen wollen. Am Passo Ghimbegna folgen wir der Beschilderung "Strada panoramica" in Richtung Monte Ceppo. Wegen des dichten Waldes bieten sich allerdings nur selten aussichtsreiche Blicke in das Tal. Es geht noch etwa 5,5 Km bergauf, ehe am Abzweig zum Monte Ceppo der höchste Punkt der Tour erreicht ist. Nun beginnt die schöne, 15,5 Km lange Abfahrt ins Argentina-Tal hinunter. Auf schmaler, einsamer Straße geht es größtenteils im Wald bergab. Auch wenn wenig Autos fahren verlangt die enge und kurvenreiche Straßenführung etwas Aufmerksamkeit. Unten angelangt geht es zurück durch das schöne Argentina-Tal nach Taggia.
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