Zum Rocca di Novara

Mit Sella Mandrazzi

Tourenlänge 117 Km gefahren am 10.09.2006

Der Rocca di Novara

Höhenmeter 1801 m
Maximale Höhe 1125 m ü. NN. (Sella Mandrazzi)
Maximale Steigung 10 % (Sella Mandrazzi)
17 % (Schlußanstieg nach Marotta)
Charakteristik Bergetappe
Kategorie
Straßenverkehr auf der Küstenstraße mittelmäßiges, ansonsten geringes Verkehrsaufkommen
Straßenzustand meist in Ordnung
Streckenverlauf San Giorgio (Marotta) - Marina di Patti - Patti - Tindari - Falcone - Novara - Sella Mandrazzi - Novara - Falcone - Tindari - Patti - Marina di Patti - San Giorgio (Marotta)
Links Höhenprofil Bilder (11)

Von San Giorgio (Marotta) führt diese Tour an den Rand der Peloritani-Berge, zum Rocca di Novara, der mit seinen 1340 m ü. NN. einer der höchsten Gipfel dieses Gebirgszuges ist. Wegen seiner markanten Form kann der Felsen wie eine Wegmarke als Orientierungspunkt dienen. Der Gipfel des Rocca di Novara kann allerdings nur im Rahmen einer Wanderung erreicht werden.

Von der Küste aus schlängelt sich eine schöne Paßstraße zum Sella Mandrazzi (1125 m ü. NN. - in vielen Karten auch Portella Mandrazzi). Die hier beschriebene Tour führt vom Ausgangspunkt San Giorgio zunächst über die herrliche Küstenstraße SS 113 auf den Paß und dann auf dem selben Weg wieder zurück. Daß es sich um keine "echte Runde" handelt, spielt wegen der tollen Landschaftseindrücke keine Rolle.

Tip: Wenn man viel Zeit hat, bietet sich eine klasse Runde über Tindari, den Sella Mandrazzi, Randazzo, Sta. Domenico Vittoria und den Portella di Zoppo an, die um die 150 Km lang sein dürfte. Noch schöner ist vielleicht die umgekehrte Variante, d.h. den Sella Mandrazzi von Süden her anzufahren.

Zu Beginn geht es von Marotta auf steiler Straße hinab zur Küstenstraße SS 113. Wir fahren diesmal in östlicher Richtung nach Patti. Der lebhafte Ort wird nur kurz tangiert, denn wir bleiben auf der Küstenstraße. Kurz darauf beginnt auch schon der erste Anstieg, hinauf in das Örtchen Tindari (200 m ü. NN.). Die über dem Ort gelegene Wallfahrtskirche ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten im Nordosten Siziliens.

Tip: Ein Abstecher mit dem Rad hinauf zur Kirche ist unbedingt zu empfehlen. Man hat eine herrliche Aussicht auf die tiefer gelegenen Lagune.

Es folgt eine Traumabfahrt mit wunderbarer Aussicht über die Küste. In der Ferne ist der Rocca di Novara zum ersten Mal zu sehen. Anschließend sind wir wieder auf Meereshöhe. Das Küstenörtchen Falcone wird durchfahren, ehe es in Vigliatore rechts weg in Richtung Novara di Sicilia geht. Wenige Kilometer später beginnt die Paßstraße, eine Tafel zeigt an, daß der Sella Mandrazzi geöffnet ist. Auf 31,4 Kilometer Länge beträgt der Höhenunterschied 1120 m. Die Steigung liegt im Durchschnitt bei 3,6 %. Die Maximalsteigung liegt nur kurz einmal im oberen Bereich der Auffahrt bei 10 %, so daß man einen flüssigen Rhythmus findet. Nach einigen Kilometern erkennt man den Rocca di Novara, dem wir nun im weiteren Verlauf des Anstiegs immer näher kommen. Nach etwa 20 Kilometern Anstieg wird das hübsche Bergstädtchen Novara di Sicilia erreicht. Weiter gehts kurvenreich durch Weide- und Waldgebiet. Im oberen Teil ergeben sich mehrmals schöne Ausblicke auf den Rocca di Novara, ehe bis zur Paßhöhe die Bewaldung wieder zunimmt. Die recht unspektakuläre Paßhöhe bietet leider keinerlei Aussicht.

Auf dem Hinweg geht es dann wieder zurück. Der für sizilianische Verhältnisse gute Belag läßt eine rasante Abfahrt zu. In Novara besteht die Möglichkeit zu verpflegen und die Trinkflaschen aufzufüllen. Nach der langen Abfahrt kann man auf der Küstenstraße noch ein Stück meist eben dahinrollen, ehe es dann in den Traum-Anstieg in den Wallfahrtsort Tindari geht. Die Straße windet sich kurvenreich mit herrlicher Weitsicht über die Küste und das Meer nach oben. Im Anschluß an die Abfahrt geht es über Patti und Marina di Patti zurück nach San Giorgio.