In die Ausläufer der Nebrodi

Tourenlänge 77 Km gefahren am 05.09.2006

Auf der Küstenstraße

Höhenmeter 1211 m
Maximale Höhe 811 m ü. NN. (Fondachello)
Maximale Steigung 12 % (bei Raccuja)
17 % (Schlußanstieg nach Marotta)
Charakteristik Bergetappe
Kategorie ****
Straßenverkehr überwiegend sehr wenig Straßenverkehr
Straßenzustand Erhebliche Belagschäden in der Abfahrt zw. Fondachello u. San Piero Patti; ebenso zw. San Piero Patti und Patti; ansonsten einigermaßen okay
Streckenverlauf San Giorgio (Marotta) - Gioiosa Marea - Brolo - Sinagra - Raccuja - Fondachello - San Piero Patti - Gallo - Patti - Marina di Patti - San Giorgio (Marotta)
Links Höhenprofil Bilder (7)

Von San Giorgio (Marotta) führt diese Tour in die Ausläufer der Nebrodi-Berge, die sich hier im Nordostens Siziliens als einer von drei Gebirgszügen, befinden.

Auf steiler Straße geht es von Marotta hinab zur Küstenstraße SS 113. Diese schlängelt sich unbeschreiblich schön, leicht wellig, immer oberhalb des Meeres nach Westen. Dank der parallel verlaufenden Autobahn, die den Fernverkehr abzieht, ist die SS 113 nur mittelmäßig stark befahren. Immer wieder verläuft die Route unterhalb hoher Felswände. Bei klarem Wetter erkennt man sehr schön die Liparischen Inseln. In einem spektakulärem Abschnitt kurz vor Gioiosa Marea sind eine Galerie und ein kurzer, unbeleuchteter Tunnel mit Kopfsteinpflaster zu durchfahren. Nach etwa 23 Kilometern verlassen wir die SS 113 und biegen in das Naso-Tal ein. Es geht unter der Autobahn hindurch, die das Tal auf einer großen Brücke überquert. Die breite, aber dennoch wenig befahrene Straße, verläuft etwas eintönig, leicht ansteigend bis Sinagra. Hier folgen wir der Beschilderung in Richtung Raccuja. Die immer noch leicht bergauf führende Straße ist nun schmaler. Ehe wir das verschlafene Bergdorf Raccuja erreichen, wird es steiler. Schöne Ausblicke auf die bewaldeten Hänge der Nebrodi-Berge tun sich auf.

Es geht weiter aufwärts zum höchsten Punkt der Tour, in das Bergdorf Fondachello, dem höchsten Punkt der Tour (811 m ü. NN.). Vorsicht in der folgenden Abfahrt: Die Straße weist hier erhebliche Belagschäden und einige Kehren auf. Ein kurzer Gegenanstieg bringt uns nach San Piero Patti. Weiter meist bergab erreichen wir nach ca. 16 Kilometern Patti. Die Fahrt durch den Ort vermittelt typisch sizilianische "Straßenatmosphäre". Im Klartext: Es geht drunter und drüber. In zweiter Reihe parkende Autos, Vespas und Motorräder, die sich an den Autos vorbeidrängeln, Fußgänger, die mangels Gehweg auf der Fahrbahn laufen usw. Den Blinker scheint niemand zu kennen, umso mehr dafür die Hupe. Und mittendrin ein deutscher Rennradler, der nach dem richtigen Weg durch das Chaos sucht, denn auch die Beschilderung ist nicht sehr hilfreich. Aber schließlich erreicht man doch Marina di Patti und ist damit wieder auf der Küstentraße SS 113, auf der es zurück nach San Giorgio geht.