Über den Schermoossattel
Eine tolle, aber auch anspruchsvolle Runde durch Südtirol. Start und Ziel liegen am höchsten Punkt der Tour in Falzeben im Skigebiet Meran 2000 auf 1620 m ü. NN. Es erwartet uns also eine Bergankunft. Zunächst schießen wir jedoch in rasanter Abfahrt von Falzeben hinab nach Meran. Vorsicht in einigen teils schwach beleuchteten Tunneldurchfahrten. Von Meran nach Lana, wo wir auf den schönen und durchgehend asphaltierten Etschtal-Radweg wechseln können. Einfach der Beschilderung "Radroute Bozen" folgen. Auf dem Radweg fahren wir fernab vom Autoverkehr gemütlich durch Obstplantagen und entlang der Etsch. In Terlan gehts zurück auf die Straße. Man folgt nun der Beschilderung Jenesien/Sarnthein und wird gut durch Bozen zum Beginn des Anstiegs nach Jenesien und zum Schermoossattel geleitet. Wer sich so richtig quälen will, nimmt die "Alte Jenesienstraße" mit mehreren steilen Rampen weit jenseits der 20-Prozent-Marke. Wir fahren jedoch auf der "Neuen Jenesienstraße" hinauf. Unsere Route führt zunächst durch einige gut beleuchtete Tunnel, darunter auch ein weit geschwungener Kehrtunnel. Schnell gewinnt man bei moderater Steigung um die neun Prozent an Höhe. Die breite, gut ausgebaute Straße wird schön durch die Weinberge geführt. Immer wieder bieten sich herrliche Ausblicke in die Dolomiten. Am Ortsende von Jenesien (1087 m ü.NN.) wird es etwas steiler, ehe uns ein Flachstück und kurze Gefällstrecken Gelegenheit zur Erholung geben. Die Straße wird schmaler und der Belag schlechter. Dann gehts noch mal zur Sache: In Flaas sind es 18 Prozent, die uns aus dem Sattel zwingen. Kurz darauf erreichen wir aber schon den unbeschilderten Schermoossattel (1449 m ü. NN.). Eine schnelle Abfahrt bringt uns nach Mölten. Unvermittelt müssen wir in einen steilen Gegenanstieg, noch mal sind es kurz 17 Prozent. Wir befinden uns jetzt auf den Höhen des Tschögglberges. Auf schöner, aber welliger Panoramastraße fahren wir nach Hafling, zum Beginn des Schlußanstiegs nach Falzeben. Die Straße schlängelt sich kurven- und aussichtsreich bei moderater Steigung um die zehn Prozent hinauf in das Skigebiet Meran 2000. Eine tolle Runde geht zu Ende. Als Belohnung warten in Falzeben Capucchino und ein Stück Kuchen inmitten schöner Bergwelt.
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