Rund um die Allgäuer Alpen Mit Gaichtpaß, Oberjoch, Riedbergpaß und Hochtannbergpaß
Eine lange Tour, die aber trotzdem an einem Tag bewältigt werden kann - gute Kondition vorausgesetzt. Als Startpunkt ist Stanzach im Lechtal ideal, denn dann geht es die letzten 50 Kilometer fast permanent bergab. Auch am Beginn der Runde fahren wir bis Weißenbach noch auf leicht abfallender Strecke, so daß man die Muskeln gut warmfahren kann. In Weißenbach beginnt der Aufstieg zum Gaichtpaß (1136 m ü. NN.). Auf 8,5 Kilometer Länge ist ein Höhenunterschied von 248 Metern zu überwinden. Die durchschnittliche Steigung liegt bei 2,9 %. Nachdem die unscheinbare Paßhöhe erreicht ist, geht es weiter durch das schöne Tannheimer Tal und nach Passieren der deutsch-österreichischen Staatsgrenze hinauf zum Oberjoch (1150 m ü. NN.). Die kehrenreiche Abfahrt bringt uns hinab nach Hindelang. Über Sonthofen wird Fischen im Allgäu erreicht, wo der Anstieg zum Riedbergpaß (1420 m ü. NN.) beginnt. Der höchste Straßenpaß Deutschlands (das Roßfeld ist zwar höher, aber kein Paß) ist wegen seiner Steilabschnitte (bis zu 16 %) gefürchtet. Die durchschnittliche Steigung beträgt bei einem Höhenunterschied von 659 Metern auf 8,9 Kilometer Länge 7,4 %. Richtig los geht es kurz nach Obermaiselstein. Ein Schild mit der Aufschrift "16 %" kündigt das Kommende an. Da schadet es auch nicht, daß sich etwas Aussicht erst im oberen Abschnitt bietet, wenn die Bewaldung lichter wird. Auf der Abfahrt hinunter in das Balderschwanger Tal erwarten uns nun 16 % Gefälle. Kurz nach Balderschwang erreichen wir wieder österreichisches Staatsgebiet und fahren nach Hittisau und Egg. Von nun geht meist leicht bergan entlang der Bregenzer Ache. Man sollte sich jetzt langsam auf die Auffahrt zum Hochtannbergpaß vorbereiten und insbesondere - auch im Hinblick auf die Länge der Tour - nochmals gut verpflegen. Der Anstieg zum Hochtannbergpaß beginnt kurz nach Au. Auf 19 Kilometer Länge müssen wir nochmals 917 Höhenmeter bewältigen. Nach angenehm flachen Passagen im unteren Bereich wird es ab Schröcken steiler. Nur noch selten sinkt die Steigung unter die 10-%-Marke. Wir können uns allerdings über eine schöne Landschaft mit Almmatten und Wiesen freuen. Zudem stört wenig Verkehr die Auffahrt. Im letzten Drittel windet sich die Straße durch einige schöne Kehren nach oben zur ruhigen Paßhöhe. Fazit: Wir waren angenehm überrascht vom Hochtannbergpaß! Über Warth geht es dann aussichtsreich meist mit leichtem Gefälle auf verkehrsarmer Straße zurück ins Lechtal. Ein langer Tag in den Lechtaler und Allgäuer Alpen neigt sich seinem Ende entgegen.
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