Durch die Lechtaler Alpen

Mit Hahntennjoch, Fernpaß und Namlossattel

Tourenlänge 102 Km gefahren am 09.07.2006

Auf dem Hahntennjoch

Höhenmeter 2000 m
Maximale Höhe 1894 m ü. NN. (Hahntennjoch)
Maximale Steigung 18 % am Hahntennjoch
Charakteristik Bergetappe
Kategorie
Straßenverkehr viel Verkehr zwischen Imst und Nassereith; äußerst starkes Verkehrsaufkommen am Fernpaß; ansonsten wenig befahrene Nebenstrecken
Sonstiges Im Anstieg zum Hahntennjoch mehrere gut beleuchtete Tunnel; während der Abfahrt einige Weideroste
Streckenverlauf Stanzach - Elmen - Hahntennjoch (1894 m ü. NN.) - Imst - Nassereith - Fernpaß (1216 m ü. NN.) - Biberwier - Bichlbach - Berwang - Namlossattel (1396 m ü. NN.) - Stanzach
Links Höhenprofil Bilder (6)

Vom Ausgangsort Stanzach fahren wir zunächst auf ebener Strecke bis Elmen. Hier beginnt der Anstieg zum Hahntennjoch. Der Paß verbindet das Inntal mit dem Lechtal. Gleich zu Beginn erwartet uns eine lange und steile Rampe. Auf fast zwei Kilometer Länge liegt die Steigung meist um die 12 %, in einem kurzen Abschnitt sogar bei 18 %. Bis kurz nach Bschlabs kann man sich dann einige Kilometer bei nachlassender Steigung erholen. In diesem Abschnitt sind auch mehrere Tunnel zu durchfahren, die jedoch sehr gut beleuchtet sind. Kurz vor Pfafflar geht die Steigung dann wieder in den zweistelligen Bereich. Die Straßen windet sich nun auch durch einige Kehren nach oben. Nur noch wenige flachere Abschnitte bieten Gelegenheit zur Erholung. So ist man froh die Paßhöhe auf 1894 m ü. NN erreicht zu haben. Bei einem Höhenunterschied von 916 m auf 15 Kilometern Länge mußten wir eine durchschnittliche Steigung von 6,1 % überwinden.

Die Abfahrt durch das Salvesental sollte man wegen einiger Weideroste vorsichtig angehen. Spektakulär zieht sich die Straße an zahlreichen Abbruchhängen vorbei hinab nach Imst.

In Imst folgen wir der Beschilderung Fernpaß. Zu diesem sollte man unbedingt durch Nassereith hindurch fahren, denn die Umgehung ist als Schnellstraße gekennzeichnet und für Radler gesperrt. Jeder der schon einmal mit dem Auto aus dem Urlaub kommend den Fernpaß hinauf gefahren ist, wird bereits wissen, was ihn erwartet. Das Verkehrsaufkommen ist enorm hoch. Also Augen zu und durch. Es kommt uns entgegen, daß die Paßhöhe von Nassereith nur acht Kilometer und 297 Höhenmeter entfernt ist.

In der folgenden Abfahrt heiß es aufpassen, um bei Weissensee den Abzweig nach Biberwier nicht zu verpassen. Denn wir müssen den Tunnel unter dem Grubigstein, der jedoch nun den meisten Verkehr abzieht, umgehen. Bei Lermoos bietet sich ein schöner Blick auf das Zugspitzmassiv. Kurz darauf sind wir zurück auf der Verbindung Fernpaß - Reutte und schwimmen wieder in der Blechlawine mit.

Am Abzweig Bichlbach werden wir jedoch erlöst und setzen unsere Fahrt nun wieder auf ruhiger Straße fort in Richtung Berwang. Es geht bergauf, zunächst gemäßigt, dann mit zweistelligen Steigungsprozenten. Nach einer kurzen Abfahrt, einem Gegenanstieg und einer weiteren Abfahrt durch weite Kehren beginnt der Anstieg zum Namlossattel. Dieser liegt inmitten einer herrlichen Landschaft im schönen Namlostal. Von nun an geht es bis Stanzach nur noch bergab.

Fazit: Leider trübt das hohe Verkehrsaufkommen am Fernpaß etwas den guten Gesamteindruck, den man auf dieser Tour erhält. Hahntennjoch und Namlossattel entschädigen jedoch für diesen Makel.