Zum Rettenbachferner (Auf der Ötztaler Gletscherstraße zum höchsten auf einer Straße erreichbaren Punkt der Alpen)
Eine Tour der Superlative - denn wir erreichen den höchsten auf einer Straße erreichbaren Punkt der Ostalpen auf ca. 2800 m ü. NN. (über die genaue Höhenangabe gibt es unterschiedliche Angaben, die von 2800 m ü. NN. bis sogar 2860 m ü. NN. reichen. Realistisch dürften aber etwa die auf dem Schild angegebenen 2800 m ü. NN. sein). Höher geht es in den Alpen auf Asphalt wohl nur am Restefont/La Bonette-Paß in Frankreich. Darüber hinaus bietet die Tour großartige landschaftliche und sportliche Eindrücke. Start- und Zielpunkt der Tour war Oetz am Eingang des Ötztales. Von hier ging es auf der verkehrsreichen B 186 schon immer leicht bergan bis Sölden. Am Ortende rechts weg zum Rettenbachgletscher. Fast durchweg ist eine Steigung von zwölf Prozent zu bewältigen. Neben der Auffahrt zum Stilfser Joch ist die Ötztaler Gletscherstraße der schwerste Anstieg, den ich bisher gefahren bin. Auf 13,60 Kilometern beträgt die durchschnittliche Steigung bei einem Höhenunterschied von 1438 Metern 10,6 % (!). Nicht der Rede wert, ist ein Flachstück nach sechs Kilometern bei der Mautstelle, das nur kurz die Gelegenheit zum Durchschnaufen gibt. Hervorzuheben ist jedoch die geringe Verkehrsdichte, insbesondere sind nur wenige lärmende Motorräder unterwegs. In hochalpiner Umgebung folgen wiederum lange und steile Rampen. Die Waldgrenze ist längst überschritten, so daß man ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist. Spektakulär liegen Tiefenbach- und Rettenbachferner vor uns. Beim Rettenbachjochlift teilt sich die Straße. Links gelangt man durch einen schwach beleuchteten, 1700 Meter langen Tunnel zum Sommerskigebiet des Tiefenbachferners. Wir sind rechts zum Parkplatz Braunschweiger Hütte gefahren. Die Luft wird nun immer dünner, so daß das Atmen doch schon erheblich erschwert ist. So ist man schließlich froh und glücklich den Parkplatz erreicht zu haben. Eine tolle Aussicht über die Ferner bietet sich hier. Unvergeßlich der Augenblick auf dem höchsten mit dem Rennrad erreichbaren Punkt der Ostalpen zu stehen. Schnell ist man dann allerdings wieder im Tal. Zurück geht es wieder auf der B 186, die nun mehr Spaß macht, da es durchweg bergab geht. Fazit: Die Ötztaler Gletscherstraße muß man einfach gefahren haben. Eines der tollsten Erlebnisse, die ich mit dem Rennrad bisher hatte!
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