Über Julier- und Albulapaß

Tourenlänge 109 Km gefahren am 30.07.2006

Auf dem Julierpaß

Höhenmeter 2216 m
Maximale Höhe 2315 m ü. NN. (Albulapaß)
Maximale Steigung 12 % am Albulapaß
Charakteristik Bergetappe
Kategorie
Straßenverkehr meist wenig befahrene Nebenstrecken; höheres Verkehrsaufkommen zwischen Silvaplana und La Punt
Sonstiges im unteren Ansteig zum Julierpaß 2 Galerien und 2 unbeleuchtete Tunnel 150 und 200 m lang; zumindest Reflektorstreifen sind ratsam
Streckenverlauf Alvaschein - Tiefencastel - Savognin - Bivio - Julierpaß (2284 m ü. NN) - Silvaplana - St. Moritz - La Punt - Albulapaß (2315 m ü. NN.) - Bergün - Filisur - Alvaneu-Bad -Tiefencastel - Alvaschein
Links Höhenprofil Bilder (8)

Ausgangspunkt dieser sehr schönen Runde durch Graubünden über die Pässe Julier und Albula ist das kleine Örtchen Alvaschein oberhalb von Tiefencastel. Nach einer kurzen Abfahrt hinab nach Tiefencastel geht es gleich in den 36,7 Kilometer langen Anstieg zum Julierpaß. Bei einer Höhendifferenz von 1433 m beträgt die durchschnittliche Steigung 3,9 %. Der Anstieg verläuft auf einer breiten und gut ausgebauten Straße terrassenartig und ist immer wieder durch längere Flachstücke unterbrochen, in denen man sich etwas erholen kann. Zunächst radeln wir mit 8 - 10 % entlang schöner Bergwiesen und durch bewaldete Abschnitte. Nachdem die Steigung etwas zurück gegangen ist, geht es durch zwei Galerien und zwei unbeleuchtete Tunnel. Wir erreichen das Tal Oberhalbstein mit herrlicher Aussicht auf die umliegenden Berge.

Erst kurz nach der Ortschaft Tinizong zieht die Steigung erneut auf teilweise 10 % an, ehe bei Rona wieder ein langes Flachstück folgt. Eine weiteres Steilstück bringt uns zum Marmorera-See. Nach einer kurzen Abfahrt erreichen wir über einen Gegenanstieg das Örtchen Bivio. Nach dem Ort wird es wieder steiler. Die Baumgrenze ist längst überschritten, wir befinden uns nun mitten in in einer kargen, hochalpinen Landschaft.

Es folgt eine schöne Kehrenstrecke, in deren Verlauf die Steigung mehrmals die 10-%-Marke erreicht. Etwa eineinhalb Kilometer vor der Paßhöhe passieren wir linkerhand das Julierhospiz. Den schönen Gesamteindruck, den die Paßhöhe hinterläßt kann auch ein Kiosk, der sich hier angesiedelt hat, nicht trüben. Die alten Römer habe uns hier oben zwei Steinsäulen hinterlassen, die ursprünglich als Geschenk an die Götter gedacht waren.

Die folgende Abfahrt bringt uns nach nur siebeneinhalb Kilometern hinab nach Silvaplana ins Oberengadin. Das mondäne St. Moritz ist schnell durchfahren und weiter meist abschüssig radeln wir auf nun verkehrsreicherer Straße bis La Punt, wo der Anstieg zum Albulapaß beginnt.

Bei einer Länge von 9,3 Kilometern und einem Höhenunterschied von 628 Metern ist der Anstieg im Schnitt 6,8 % steil. Im unteren Bereich bringt uns die schmale Straße kehren- und aussichtsreich bis zur Baumgrenze, ehe einige lange Rampen mit Steigungsspitzen bis zu 12 % nochmals die letzten Körner fordern. Im oberen Bereich wird es dann flacher, so daß die schöne Paßhöhe mit dem Hospiz schnell erreicht ist.

Die kurvenreiche Abfahrt fordert nochmals etwas Konzentration. Im Mittelteil können wir wiederum die Künste der Brücken- und Tunnelbauer bewundern, die es möglich gemacht haben, daß die Rhätische Bahn sich hier ihren Weg durch die Berge suchen kann. Nach Durchfahrt des Ortes Bergün, lohnt ein kurzer Stop an der Bergüner Klamm. Das Flüßchen Albula windet sich in spektakulärer Weise durch die hohen Felsenwände. Und die Künste der Straßenbauer gehen denen der Eisenbahner in Nichts nach, denn die Trasse verläuft atemberaubend entlang der Steilwände.

Schnell ist dann Tiefencastel erreicht. Die letzten Höhenmeter bringen uns zurück zum Ausgangsort Alvaschein.